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Lächelndes Gesicht mit lächelnden Augen 75 Jahre Treue - Uwe Langeloh ist seit 1947 Mitglied im TuS Holstein/25.06.22

Der ewige TuS-Holsteiner

Seit 75 Jahren: So lange wie Uwe Langeloh ist keiner dem Quickborner Verein treu

 so lauten die Überschriften I im -Verlag - Redakteurin Claudia Ellersiek

                      FOTO: Claudia Ellersiek

Einmal Fußball, immer Fußball: Uwe Langeloh zeigt seinen Spieler-Pass mit der Nummer 51629 vom 1. Juli 1947. Der Tag, an dem er seine Spielberechtigung bekam, war der Tag, an dem er Mitglied im Verein wurde. Das ist 75 Jahre her.

Das, was heute im weitesten Sinne die Quickborner Innenstadt ist, war für Uwe Langeloh einst die ganze Welt. Dort lebte er mit seiner Familie, arbeitete der Vater als Rektor, traf sich der Junge mit seinen Freunden zum Spielen. Gerade mal elf Jahre alt war er da. Eine Kriegskindheit, Langeloh ist Jahrgang 1936. Und doch irgendwie eine glückliche Zeit. Und eine prägende dazu.

Auch eine, aus der es trotz des Grauens immer wieder berührende Geschichten zu erzählen gibt. Das Treffen des jungen Uwe mit dem englischen Offizier Frank Bushby ist eine davon. Der eine noch ein Kind, der andere schon ein kriegserfahrener Soldat. Und trotzdem entsteht ein Band zwischen den beiden, gesponnen aus den Fäden einer gemeinsamen Leidenschaft: Fußball.

„Ich kann schon sagen, dass Frank Bushby für mich wie ein zweiter Vater war. Und er ist ja später dann auch in Quickborn geblieben und hat hier geheiratet“, sagt Uwe Langeloh - 75 Jahre Mitglied im TuS Holstein Quickborn

 Der Engländer war es, der den nach dem Krieg am Boden liegenden FC Holstein revitalisierte und die Gründung einer Fußball-Jugendmannschaft anstieß. Langeloh war dabei und hielt schließlich mit Datum vom 1. Juli 1947 seinen Spieler-Pass in Händen. Das ist jetzt fast 75 Jahre her, und er ist bis heute Mitglied im Verein, der inzwischen TuS Holstein Quickborn heißt. Seitdem waren sie sich nicht immer grün, dieser Club und sein vielleicht streitbarstes Mitglied. Sie haben miteinander gerungen – der Verein meist in Person der Vorstandsmitglieder – und sich aneinander abgearbeitet. Die Beziehung aber hat Insofern hat er zwar keine offiziellen Aufgaben mehr im Verein, aktiv ist er aber geblieben. Seine Mission jetzt: sich für den TuS Holstein Quickborn im allgemeinen und die Förderung des Fußballs im Speziellen einsetzen. Auch deshalb ist er eine der treibenden Kräfte hinter dem in den 80er-Jahren gegründeten Fußballförder- und Fankreis. Ihm ist es zu verdanken, dass Fußballfans, die ticken wie er, unter diesem Dach eine Plattform für den regelmäßigen Austausch fingehalten, allen Enttäuschungen zum Trotz.

„Ich hätte niemals vom TuS weggehen können. Dieser Verein ist meine Heimat“, betont Uwe Langeloh - begeisterter Fußballfan.

Daran hat auch der Umstand nichts geändert, dass der inzwischen 86-Jährige schon lange nicht mehr sportlich aktiv ist und auch keine Ämter mehr bekleidet. Das war viele Jahrzehnte lang anders. Aus dem Spieler wurde ein Trainer und Schiedsrichter, später zudem ein Sportwart für den Gesamtverein und Abteilungsleiter Fußball. Seine Heimatstadt Quickborn, der TuS und der Fußball: Dieses Dreigestirn prägt sein Leben. Seine Frau hat sich längst damit abgefunden. Auch mit dem Umstand, dass ihr Mann bis heute kaum auf dem Sofa zu halten ist.

Langeloh ist unterwegs – jeden Tag, mit dem Fahrrad (seine zweite sportliche Leidenschaft) und auf immer ungefähr der gleichen Route. Einmal durch die Innenstadt, kurz mal in das eine oder andere Café reingeschaut und dann vor allem viel klönen. Er mag das und ist vielleicht auch deshalb dem Fußball so zugetan. Gern erinnert er sich an die Zeit, als sich die Kicker nach einem Spiel zur dritten Halbzeit trafen – in der Stammkneipe.

„Selbst, wenn wir ein Spiel verloren hatten, wurde da so lange rumgeschnackt, bis wir uns am Ende dann doch wie die Sieger gefühlt haben“, erzählt Uwe Langeloh schmunzelnd - TuS-Urgestein

Gemeinschaft, Herzblut und endlose Liebe verbindet er bis heute mit dem Fußball. Deshalb, so sagt er, sei er Fan des 1. FC St. Pauli und schaue nach wie vor gern bei Spielen in den unteren Ligen zu. Je authentischer und ursprünglicher, desto besser. Aber es gibt noch einen anderen Grund für seine Leidenschaft. Fußball, sagt er, sei die vielleicht einfachste und natürlichste Sportart: „Wenn etwas im Weg liegt, kickst du es weg.“ Einen Gegenstand mit den Füßen durch die Gegend zu schieben, ist für ihn fast ein menschlicher Ur-Instinkt. Und eine gute Ballschule ist eine Schule fürs Leben, davon ist er überzeugt.

Wer so für eine Sache brennt, muss mit Enttäuschungen umgehen können. Langeloh ist geradeheraus, sagt seine Meinung, würde sich nie verbiegen lassen. Er eckt schon mal an, kann über ein Thema trefflich streiten. Das kommt nicht bei jedem gut an. Dazu leidet er, wenn eine Entwicklung aus seiner Sicht in die falsche Richtung geht. Die Abspaltung einiger Fußballer, die anschließend den 1. FC Quickborn gründeten, hat ihn hart getroffen. Aber er ist für andere da, kann einen Streit gut beilegen, sich auch mal entschuldigen und vor allem die Meinung eines anderen akzeptieren – heute schon fast eine Seltenheit.

Und schließlich kann er sich richtig darüber aufregen, wenn der Zustand der Fußballplätze nicht seinen Vorstellungen entspricht. Gelöste oder zerrissene Banner, ungepflegte Rasenplätze, mangelnde Barrierefreiheit – Langeloh wird sich immer zu Wort melden. Nachdrücklich und, wenn es passt, auch gern direkt im Gespräch mit dem Bürgermeister.

Er kümmert sich um die Termine für den Fussi-Klönschnack, organisiert Treffen mit den Spielern der 1. Herren, betreibt bis heute die Fanpage www.dieblauweissrotenkicker.de, hat die Trainingspläne im Blick und ist immer zur Stelle, wenn im Holsten-Stadion trainiert oder gespielt wird.

So geht fußballverrückt. Allerdings wäre der Spaß für Uwe Langeloh nur halb so groß, wenn das nicht immer irgendwie auch mit seinem TuS Holstein Quickborn zusammenhängen würde. Ohne den geht es für ihn einfach nicht. Seit 75 Jahren, das muss ihm erstmal jemand nachmachen. Vor ihm hat das jedenfalls noch keiner geschafft.

 

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